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25.05.2018

3. Preis: Wettbewerb Neubau Hallenbad Appenzell

Drei gestaffelte Hauskörper formulieren eine solitäre Gebäudefigur, die sich
prägnant als öffentliches Gebäude in der Flussebene der Sitter zu erkennen gibt
und dabei das geforderte Nutzungsprogramm sehr direkt in ein ebenso klares wie
elementares Raumszenario übersetzt. Über ihre Axialität richtet sich die
Gebäudestruktur auf die Haupterschliessung der Umfahrungsstrasse aus und
öffnet sich gleichzeitig quer dazu auf den Flussraum. Daraus leitet sich ein
einfaches Aussenraum- und Erschliessungskonzept ab. Zwischen Brücke und
Gebäude sowie entlang des Flusses wird die Aue zu einem Park erweitert, der von
innen als intimer, atmosphärisch präzise gestalteter Filter erlebt wird. Der
Haupteingang liegt an der Sitterstrasse, dort, wo die von der Brücke absinkende
Strasse die Flussebene erreicht. Der neue Parkplatz spannt sich an der Südseite
auf, im Übergang zum Kindergarten, der so seinerseits eine selbstverständliche
Erschliessung für Auto- und Fussverkehr erhält.

Naturwiesen und extensiv bewirtschaftete Weiden sind
die prägenden und wichtigen Grünstrukturen im Appenzellerland und der unmittelbaren
Umgebung des neuen Hallenbads. Sie vermitteln zwischen den vielfältigen
Ein- und Mehrfamilienhausstrukturen, der Kapelle sowie dem Flussraum und helfen
so die Strenge des Siedlungskörpers aufzubrechen und zu strukturieren. Sanft legen
sich zukünftig Feuchtwiesen und Hochstaudenfluren unterschiedlicher Ausprägung
an den Hallenbad-Neubau und verankern diesen in seiner Umgebung. Durch die
zurückhaltende und doch bewusste Grünflächengestaltung soll die heute sehr isoliert
wahrgenommene Kapelle mit dem Hallenbad verknüpft werden und so ein
einprägsamer und eigenständiger Ort im Siedlungsgefüge entstehen. Während die
Südseite durch ein bewusstes Gegenüber von Kindergarten und Haupteingang belebt
wird, entsteht auf der Nordseite des Gebäudes ein schlichter Naturraum. Die
Staffelung der Gebäudehöhe führt zu einer guten Besonnung der grosszügigen
Fläche. Ihre Lage in unmittelbarer Flussnähe sowie die schützenden baulichen
Strukturen der Umfahrungsstrasse lassen ein behütetes Refugium von hohem
ökologischem Wert erwarten. Die Öffnung des eingedolten Bachs ist möglich, jedoch
nicht zwingend. Kontrastierend zur wilden Uferbestockung sowie den vorgelagerten
Fluren formulieren die gebäudenahen Feuchtwiesen farblich akzentuierte, gepflegte
Blickbezüge aus dem Innern des Bades.

 

Auftraggeber
Strittmatter Partner AG
Architekturjessenvollenweider architektur

 

 

 




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